EC Eisbären Balingen

16.12.13 – Klare Sache für die Eisbären

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Ein gelungener Abend für den Balinger Eishockey-Landesligisten: Die Eisbären feierten mit dem 8:2 bei den Rhein-Neckar Young Stars ihren vierten Saisonsieg und nahmen zugleich Revanche für die Hinspielpleite.

Vor zwei Wochen trafen die Eisbären Balingen schon einmal auf den Liganeuling aus der Quadratstadt und verloren die Begegnung nach Verlängerung mit 3:4. Die Balinger Kufencracks um Coach Roy McCrae wollten Revanche, waren allerdings gewarnt. „Mannheim ist läuferisch unheimlich stark“, betonte McCrae, „dennoch ist das im Prinzip noch eine Nachwuchsmannschaft, welche mit aggressivem Körperspiel schwer zurechtkommt. Und genau da versuchen wir anzusetzen.“ Der stellvertretende Balinger Vorsitzende Dietmar Gogoll ergänzte: „Wir müssen ganz dringend wieder lernen, Tore zu machen. Das ist unser großes Manko.“

Gesagt. Getan. Vom Anpfiff weg drückte Balingen der Partie am Samstagabend seinen Stempel auf. „Endlich mal ein Spiel zum Anschauen“, freute sich Eisbären-Chefin Gordana Zeiselmeier „Die Jungs haben sehr gut gespielt, waren kompakt und diszipliniert. Vorne wie hinten. Es war ein schönes Spiel.“ Dabei machten sich die Kreisstädter mit Personalsorgen auf die Reise nach Mannheim. Dennis Steinhauer, Daniel Hauser, Sascha Milovanovic und Fabian Schaar waren nicht einsatzfähig, dennoch lagen die Eisbären nach dem ersten Drittel nach einer 2:0-Führung mit 2:1 vorne. „Wir regierten auf dem Eis“, resümierte Zeiselmeier, „hatten eine ganz starke Defensive. Mannheim kam eigentlich gar nicht zur Entfaltung und in unsere Gefahrenzone.“ Eine Schrecksekunde gab es für Balingen allerdings kurz vor Ende des ersten Abschnitts. Patrick Schäffler lag nach einem Zusammenstoß bewusstlos auf dem Eis und musste ins Krankenhaus. „Er hatte eine Gehirnerschütterung“, verriet Zei-selmeier und fügte erleichtert hinzu: „Er wurde aber noch am Abend aus dem Krankhaus entlassen und konnte mit den Jungs duschen. Also Entwarnung.“

Nach den Treffern von Kevin Rummel und Schäffler im ersten Drittel waren es im zweiten Durchgang erneut Rummel und Markus Ebner, welche den Eisbären einen 4:2-Vorsprung besorgten. „Wir hatten eigentlich noch mehr Chancen, haben die aber nicht konsequent genutzt“, haderte die Vorsitzende, lobte aber zugleich: „Unsere Abwehr hat auch hier wieder kaum etwas zugelassen. Wir hatten ein schnelles Umschaltspiel und konnten den Ausfall von Schäffler mit viel Einsatz kompensieren.“ Ein ähnliches Bild bot sich im Schlussdrittel: Die Eisbären legten sogar noch eine Schippe drauf und schraubten das Ergebnis durch zweimal Nikolai Gogoll, Markus Rummel und Marcel Schneider auf einen 8:2-Kantersieg. „Wir waren eigentlich nur noch im gegnerischen Drittel“, strahlte Zeiselmeier.

Auch Coach McCrae war zufrieden: „Wir waren sehr stark“, so der Kanadier weiter: „Unser Team hat gut zusammengehalten und 60 Minuten gut gespielt. Mannheim hatte Probleme, aus dem eigenen Drittel zu kommen. Vor dem gegnerischen Tor haben wir gut gearbeitet und um jeden Puck gekämpft.“

 

„Wir wollen unter die ersten drei in der Liga“

Einen neuen Chef haben seit etwas mehr als zwei Monaten die Balinger Kufencracks: Gordana Zeiselmeier. Sie trat beim ambitionierten Landesligisten die Nachfolge des bisherigen Vorsitzenden Willi Gastel an, welcher aus privaten Gründen sein Amt zur Verfügung gestellt hatte. Als Geschäftsfrau und Kennerin der Eishockeyszene wolle sie so manches in Bewegung setzen, verrät Zeiselmeier. „Wir wollen unter die ersten drei in der Liga“, sagt die Vorsitzende angriffslustig, „die Jungs wissen das – und arbeiten hart dafür.“ Aus dem sportlichen Bereich hält sich Zeiselmeier aber heraus. „Ich setze meinen Schwerpunkt im Sponsoring“, betont sie und erklärt: „Ich will Kooperationen schaffen, um den Eisbären ein gutes Umfeld zu bieten für eine vielversprechende Entwicklung.“ Die Jugendarbeit sei ihr dabei besonders wichtig. „Ein großer Teil unserer Einnahmen fließt direkt in den Nachwuchs. Deshalb sind wir von den Sponsoren abhängig.

Foto: Moschkon

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