EC Eisbären Balingen

Eisbären kommen zu Hause unter die Räder

FabiFSV

Noch vor einer Woche war die Welt für die Eisbären aus Balingen in Ordnung. Ein Last-Minute-Tor vor Nikolai Gogoll bescherte den Kufen-Cracks vor Rekord-Kulisse einen 4:3-Sieg gegen die ESG Esslingen. Auch vergangen Samstag fanden sich wieder über 250 Zuschauer in der Balinger Eishalle ein, um den zuletzt so starken Tabellen-Dritten aus Balingen zu unterstützen doch die Siegesserie sollte nach drei gewonnen Spielen in Folge reißen.

Die Balinger traten mit komplettem Kader an, auch der vergangene Woche noch gesperrte Dennis Steinhauer war wieder mit an Bord. Gegen das Kellerkind aus Reutlingen hatten sich die Eisbären viel vorgenommen, so dass es von Beginn an hart zur Sache ging. Doch die Gäste hielten kämpferisch dagegen. So war es in der siebten Minute Christoph Schneider, der das 1:0 für Reutlingen erzielen konnte. In der Folge versuchten die Eisbären druckvoll zurück ins Spiel zu kommen doch der Puck wollte nicht über die Linie. Stattdessen legte die TSG nach: In der 13. Minute traf Dominik Tilgner zum 2:0 und nur fünf Minuten später erhöhte Marc Welsch sogar auf 3:0 für die Gäste. In der Drittelpause versuchte Eisbären-Coach Roy McCrae mit einem Torwartwechsel neue Impulse zu setzten und brachte Björn Maier für Florian Grad zwischen die Pfosten.

Doch der Effekt verpuffte schnell: Nach nur fünf Minuten im zweiten Viertel war es wiederum Schneider, der mit dem vierten Treffer der Reutlinger bereits für die Vorentscheidung sorgte. In der 32. Minute kamen die Gastgeber durch Frank Ebner zwar noch mal auf 1:4 ran und es keimte noch einmal Hoffnung auf doch mehr als ein Ehrentreffer sollte es nicht werden. Marc Haudek handelte sich zum Abschluss des zweiten Drittels gar noch eine Disziplinarstrafe ein und musste das finale Drittel von draußen anschauen.

Auch hier wurde das Spiel immer ruppiger, das sowieso schon von Zeitstrafen geprägte Derby sollte noch seinen Höhepunkt erreichen. Insgesamt hatten die Gäste am Ende des Spiels 42 Strafminuten abgesessen, doch auch die Eisbären mussten für 26 Minuten auf die Strafbank. „Die Unparteiischen haben einfach keinen Spielfluss zugelassen“, äußerte sich die erste Vorsitzende Gordana Zeiselmeier nach dem Spiel zu der Schiedsrichterleistung, „aber wir haben es auch nicht verstanden, die Überzahlsituationen zu nutzen.“ Wäh-rend Matthias Schreiber (48.) und erneut Christoph Schreiber mit das Endresultat gar auf 6:1 stellten (55.), hagelte es für die Balinger in der Schlussphase auch noch zwei weitere Disziplinarstrafen. Die eine ging an Gogoll und zwei Minuten vor Ende der Partie beendeten die Unparteiischen auch Marco Böhms Einsatz vorzeitig. So blieb es bei der 1:6-Niederlage.

„Das war heute einfach Kopfsache“, analysierte Zeiselmeier den schwachen Auftritt der Eisbären, „nach dem zuletzt so guten Spiel war man sich dem Sieg gegen den Tabellenvorletzten zu sicher.“ Auch das Glück war nicht auf der Seite der Heimmannschaft: „Die Scheibe wollte selbst bei besten Chancen oder in Überzahl nicht ins Tor. Heute waren wir einfach immer einen Schritt zu langsam.“

Auch der kanadische Übungsleiter Roy McCrae sah unter anderem die Chancenauswertung als Grund für die deutliche Derby-Niederlage an: „Wer seine Möglichkeiten nicht nutzt, kann so ein Spiel einfach nicht gewinnen.“ Auch zum Torwartwechsel äußerte sich der Balinger Trainer: „Das musste ich versuchen, aber am Ende hat man gesehen, dass es heute egal war, welcher Keeper im Tor steht.“ Das Team sei einfach nicht fokussiert genug aufgetreten und hätte sich nicht an alle Vorgaben gehalten, so McCrae. „Da müssen die Jungs auf dem Eis einfach noch mehr konzentriert zusammenhalten“, forderte der Coach

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