EC Eisbären Balingen

13.03.17 – Popek schießt die Eisbären in Stuttgart zum Sieg

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Die Eisbären Balingen mischen die Eishockey-Landesliga weiter kräftig auf: Nach dem 6:1 beim Vorletzten Stuttgarter EC 1b stürmten die Balinger kurzzeitig auf Platz zwei. Das Saisonfinale verspricht mächtig Brisanz.

Schon vor dem Auftritt beim Stuttgarter EC 1b, der Regionalliga-Reserve der Landeshauptstädter, war aus Sicht der Eisbären Balingen klar: Die Runde wird unter den Top Vier des Landesliga-Tableaus abgeschlossen. Seit Wochen halten die Balinger mit den MadDogs Mannheim, den Pforzheim Bisons und der ESG Esslingen mit und ließen sich auch von zahlreichen schweren Verletzungen nicht aus der Bahn werfen. Ganz im Gegenteil: Die durch die Ausfälle geschrumpfte Mannschaft rückte enger zusammen und wurde zum Schreckgespenst der Meisterschaftsfavoriten. Ob sie die Saison auf Platz drei beenden, haben die Eisbären in der eigenen Hand. Je nachdem, welche Wendungen die ausstehenden zwei Spieltage nehmen, sind nach oben allerdings keine Grenzen gesetzt. Im Saisonfinale bekommt es das Team um Trainer Rafael Popek noch mit Mannheim und Esslingen zu tun. Die Stuttgarter Rebels-Reserve bezeichnete die Eisbären vor dem jüngsten Duell gar als Aufstiegsaspiranten und dürfte davon auch nach dem deutlichen 6:1-Sieg der Balinger in der Landeshauptstadt nicht abrücken.

Die Gäste hielten das Zepter in der Stuttgarter Eiswelt nämlich er-wartungsgemäß fest in der Hand. Dennoch dauerte es bis Mitte des ersten Drittels, ehe der Puck das erste Mal im Netz zappelte. Marco Böhm traf auf Popeck-Vorarbeit zum 1:0. Für Balingens Vorstand Dietmar Gogoll war es nicht überraschend, dass sich die Eisbären bis zum ersten Treffer geduldig zeigen mussten. „Jede Mannschaft, die zum Ende der Saison nichts mehr zu verlieren hat, ist schwer zu bezwingen“, erinnerte Gogoll daran, dass es für Stuttgart nur noch darum geht, die Saison als Letzter oder Vorletzter abzuschließen. „Wir müssen unsere spielerischen Qualitäten aufs Eis bringen und zeigen, warum wir so weit oben stehen.“

Den Vorgaben ihres Vorstands kamen die Balinger vor allem im zweiten Drittel nach. Coach Popek ging dabei mit gutem Beispiel voran und erzielte binnen acht Minuten vier Tore zur 5:0-Führung. Als Vorlagengeber glänzten Florian Zeiselmeier, Marco Schneider und zweimal Kevin Rummel. Anders als im Hinspiel, als die Eisbären mit 5:1 gewannen, aber Stuttgart immer wieder gefährlich vors gegnerische Gehäuse gelangte, zeigten sich die Gäste diesmal äußerst souverän. Und mit einem Spielertrainer in Torlaune. Nachdem die Gastgeber im dritten Drittel den 1:5-Ehrentreffer markierten, stellte Popek auf Vorarbeit von Frank Ebner drei Minuten vor dem Spielende den 6:1-Endstand her.

Quelle: ZAK vom Montag, 13.März 2017, S.29
Autor: Michael Schneider

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